Weihnachtsbaum

Oft besungen und als Hauptfigur vieler Geschichten rund um Weihnachten ist der Weihnachtsbaum aus unseren Stuben nicht wegzudenken. Ob als mal großer, mal kleiner Baum oder nur ein paar Tannenzweigen, ein Weihnachtsbaum gehört einfach dazu. Eigentlich ist der Weihnachtsbaum ein heidnischer Brauch und hat mit dem christlichen Glauben nichts zu tun. In früheren Zeiten war es Sitte, in die Zimmerecken grüne Zweige zu hängen, um die in diesen Ecken hausenden Geister und Dämonen zu vertreiben. Die ersten Weihnachtsbäume wurden im  16. Jahrhundert in Straßburg erwähnt. Später gab es Weihnachtsbäume in Waisenhäusern in dem Geschenke für die Kinder aufgehängt waren. Das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes gehörte schnell zur allgemeinen Sitte und verbreitete sich im 18.Jahrhundert über ganz Deutschland. Später kam der Christbaumschmuck und die Kerzen hinzu. Heute gibt es sogar Weihnachtsbäume aus Plastik, der Weihnachtsbaum ist endgültig zu einem Symbol der Weihnachtszeit geworden

Weihnachten

Da Wort Weihnachten geht auf das mittelhochdeutsche Wort “wihenaht” zurück und bedeutet “zu den geweihten Nächten” = “heilige Nacht”. Die heiligen Nächte wurden bereits in vorgeschichtlicher Zeit von den Germanen als Julfest begangen, fiel doch in diese Zeit die Wintersonnenwende, die das Ende der Dunkelheit bedeutete. Da der genaue Geburtstermin Jesus nicht bekannt ist, wurde auf Grund verschiedener Berechnungen der Tag im 4. Jahrhundert auf den 25.Dezember gelegt. Vor dem eigentlichen Weihnachtstag liegt der Heilige Abend, für viele von uns gleichbedeutend mit Weihnachten.

Adventsstern

Mit dem Adventsstern soll an den Stern erinnert werden, der nach der Geburt von Jesus den Weisen aus dem Morgenlande den Weg nach Bethlehem zeigte. Besonders bekannt sind die Herrnhuter Adventsterne geworden. Die dortige Brüdergemeinde verwendete den Stern zum Ausschmücken der Säle in der Vorweihnachtszeit.

Adventszeit

Die Adventszeit ist die Vorbereitungszeit für das Weihnachtsfest. Advent kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet soviel wie Ankunft. Gemeint ist damit die Ankunft von Jesus Christus als neuer König. Papst Gregor legte im 6.Jahrhundert den vierten Sonntag vor Weihnachten als Beginn der Adventszeit fest.

Oft werde ich gefragt, warum eine Seite über den Weihnachtsmann ? Die Antwort ist, ich habe ihn gesehen ! Er war bei mir !  Ich will es Euch erzählen.

So im Alter von vier oder fünf Jahren warteten wir in unserem Kinderzimmer auf den Weihnachtsabend. Auf einmal krachte es donnernd gegen die Zimmertür, die Tür ging auf und herein kam der Weihnachtsmann. Was er sagte weiß ich heute nicht mehr. Er hatte eine tiefe Stimme und sah so beeindruckend aus, dass wir uns den Auftritt des Weihnachtsmannes lieber hinter dem Rücken unserer Großmutter anschauten. Der Weihnachtsmann war bei uns gewesen ! Es gab ihn wirklich. Und es gab weitere Erlebnisse, die dafür sorgten, dass der Weihnachtsmann Teil meiner realen Welt wurde. Im darauffolgenden Jahr kam der gute Mann nicht mehr in unsere Kinderzimmer. Wahrscheinlich war er sehr in Eile, denn es donnerte nur gegen die Wohnungstür und als wir die Tür aufrissen stand kein Weihnachtsmann davor. Es lag ein Sack mit Geschenken vor der Tür. So einfach entkam uns der Weihnachtsmann aber nicht. Wir rannten in die Wohnstube zum Fenster und tatsächlich, vor unserem Haus stieg ein dick angezogener Mann in ein Auto. In ein Westauto ! Ein Auto aus dem Westen, wir wohnten in Dresden und Ende der sechziger Jahre waren Autos in der DDR noch nicht so häufig, war das etwas ganz besonderes und da auch der Weihnachtsmann  etwas besonderes war, stand in unserer kindlichen Phantasie dem Weihnachtsmann ein Westauto durchaus zu. Kurz, das Bild rundete sich immer mehr ab und es gab keinerlei Zweifel. In den folgenden Jahren bekamen wir den guten Alten nicht mehr zu Gesicht, nur die vor der Tür liegenden Säcke mit den Geschenken kündeten von seiner Existenz.

Die Wahrheit zu erfahren ist oft hart und schmerzlich. Ich war inzwischen neun Jahre alt, besuchte die dritte Klasse und, lacht bitte nicht, glaubte immer noch an den Weihnachtsmann. Während der Zeichenstunde, der Lehrer war gerade nicht im Zimmer, entspann sich eine Diskussion über die Existenz des Weihnachtsmannes. Ich nahm Partei für die Existenz des Weihnachtsmannes, mein Schulfreund Mario wusste es besser und behauptete, es gebe weder einen Weihnachtsmann noch einen Osterhasen. Es ging hoch her und wurde recht laut. In diesem Moment kam der Lehrer und sollte entscheiden. Ich höre noch sein:“ So ein Quatsch, es gibt keinen Weihnachtsmann“. Nicht nur, dass ich der Dumme war, für mich brach eine Welt zusammen. Als ich meiner Mutter davon erzählte, wurde ich aufgeklärt, dass die Figur des Weihnachtsmannes von unserer Nachbarin Frau Möller gespielt wurde und mein Vater gegen die Tür gedonnert hatte. Auch die Geschichte mit dem Westauto hatte einen ganz und gar nicht mystischen Hintergrund. In unserem Haus war Besuch aus dem Westen und das Ablegen des Geschenksackes und das Einsteigen des Besuches in das Auto war einfach ein zeitlicher Zufall. So entstehen Sagen und Mythen.

Ich wurde erwachsen und habe nun selber Kinder. Dem Weihnachtsmann weiterhin eng verbunden fing ich an, die Figur selber zu verkörpern. Ausgerüstet mit rotem Mantel, Rauschebart, einer Tasche voller Bonbons oder sonstige Süßigkeiten und ein paar Weihnachtsgedichten und Liedern im Kopf, Kinder fordern den Weihnachtsmann manchmal zur Gegenprobe heraus, bescherte ich in der Grundschule meiner Kinder und auch bei befreundeten Familien. Körperlich ist die Sache anstrengend, man kommt aus der Kälte in völlig überheizte Räume, die Brille beschlägt, dass Gesichtsfeld ist durch Kapuze und Rauschebart, der dazu noch im Mund fusselt und kratzt, stark eingeschränkt und der schwere Sack drückt und ist unhandlich. Und dann kommt der Moment der Bescherung. Der Weihnachtsbaum strahlt im Kerzenschimmer, Weihnachtsmusik klingt, die Pyramide dreht sich. Mancher mag es für Kitsch halten, aber es ist der Moment wo die Welt für einen kurzen, winzigen Moment innehält, es ist der Weihnachtsabend. Als Weihnachtsmann ist man Teil dieser Faszination, fragt Kinder, Eltern und Großeltern nach Gedichten und Liedern ab und verteilt die Geschenke. Es ist immer wieder aufs Neue ein wunderschöner Augenblick. Wieder zurück auf der Straße wird man von jedem gegrüßt, Kinder erzählen von ihren Wünschen und fragen, wann man zu ihnen nach Hause kommt. Ganz wichtig ist in diesem Moment die Tasche mit den Bonbons. Ein Weihnachtsmann ist ja für jeden da und darf niemanden enttäuschen.

Leider ist am 25.Dezember die Zeit für den Weihnachtsmann abgelaufen, kaum jemand interessiert sich mehr für ihn. So heißt es warten für den Weihnachtsmann auf das nächste Fest. Und damit Euch die Zeit bis zum nächsten Weihnachtsfest nicht zu lang wird, gibt es die Seiten von Santaclaus.de für Euch.

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Die Reifen meines Autos singen ihr Lied. Ich fahre auf der Autobahn in Richtung Norden. Meine Reise führt mich zurück in die kleine Stadt zu dem Haus in dem ich die ersten sieben Jahre meiner Kindheit wohnte. Durch einen Zufall erfuhr ich, dass das Haus abgerissen werden soll und so fuhr ich los, um noch einmal einen Bekannten zu besuchen. Vielleicht muss ich besser sagen, ich will ein Geheimnis lüften, welches mich die Jahre meiner Kindheit und auch später als Erwachsener immer mal wieder beschäftigt hat. Mein Bekannter war nicht irgendjemand, wie ein Schulfreund, eine Tante oder ein Opa aus der Nachbarschaft. Nein, mein Bekannter war der Weihnachtsmann. Während meine Geschwister, meine Freunde auf der Straße, meine Klassenkameraden in der Schule glaubten, der Weihnachtsmann lebt am Nordpol oder auch im Märchenwald, jedenfalls weit weg, wusste ich genau, wo er wohnte.

 

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Am Ende des Schuppens, der auf der gegenüberliegenden Seite unseres Hofes stand.

Der Schuppen war sehr groß und etwas schummrig. Früher hatte er wohl als Werkstatt und Lager einer Tischlerei gedient und aus dieser Zeit barg er noch Geräte, Material und sogar einen alten Pferdewagen. Die Tischlerei gab es schon lange nicht mehr,  als wir dort lebten. Niemand hatte sich die Zeit genommen, ihn einmal auszuräumen. Im Gegenteil, jede der Familien aus unserem Haus stellte Dinge, die nicht mehr benötigt wurden, dort ab. So kam es, dass man durch den Schuppen nicht mehr hindurchgehen konnte. Die Sonnenstrahlen, die durch die kleinen, halbblinden Fenster drangen und in denen der Staub flirte, fielen auf ein buntes Sammelsurium aus Holstapeln, Tuchrollen, alten Matratzen, eingestaubten Büchern sowie den alten Pferdewagen. Und wo wohnte nun der Weihnachtsmann?

 

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Ich hatte ihn entdeckt, als ich noch ganz klein war. Mein Vater trug etwas in den Schuppen und ich folgte ihm mit meinen kleinen Beinen. Während er noch räumte, machte ich eine unglaubliche Entdeckung. Durch das Rad des Pferdewagens hindurch, an der anderen Wand des Schuppens sah ich den Weihnachtsmann sitzen. Ganz deutlich sah ich ihn. Mit seinem roten Mantel, dem weißen Bart und seiner roten Mütze. Genau so, wie ich ihn vom letzten Weihnachtsabend noch in Erinnerung hatte. Kein Zweifel, er saß dort und schien mich nicht zu bemerken. Mein Vater beendete sein Räumen und wir verließen den Schuppen und meine unglaubliche Entdeckung. Aufgeregt erzählte ich ihm, was ich gerade entdeckt hatte. Er lächelte und erklärte mir, dass der Weihnachtsmann nur am Weihnachtsabend zu den Kindern kommt und das der Besuch bei so vielen Kindern sehr anstrengend sei und sich der Weihnachtsmann dann das ganze Jahr ausruhen müsse und wir ihn dabei nicht stören dürften und dass das Ganze und Geheimnis bleiben müsse.

 

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Und das bleib es auch, bis zum heutigen Tag, an dem ich euch diese Geschichte erzähle.

In den folgenden Jahren kam der Weihnachtsmann pünktlich nach dem Kaffeetrinken am Weihnachtsabend zu uns und brachte die Geschenke, nicht ohne von jedem von uns ein Gedicht oder ein Lied abgefordert zu haben. Seine Pünktlichkeit war für mich nicht erstaunlich. Wir waren sicher die Ersten, die er an diesem Abend besuchte, bei dem kurzen Weg über den Hof. Ich hatte auch stets das Gefühl, mir würde er immer noch beim Abschied zuzwinckern. Manchmal, ganz heimlich, besuchte ich ihn. Er saß stets an seinem Platz am anderen Ende des Schuppens und schien mich nicht zu bemerken. Ich wusste, er müsse sich ausruhen.

 

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Irgendwann bekamen meine Eltern eine neue Arbeitstelle und wir zogen in eine weit entfernte große Stadt. Der Weihnachtsmann besuchte uns noch ein oder zwei Mal, dann hinterließ er am Weihnachtsabend nur noch seinen Geschenksack. Das schien an der großen Entfernung zu liegen.

 

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Ich bin am Ziel meiner Reise angekommen und stelle meine Auto ab. Das Haus, in dem wir einst wohnten steht leer und verlassen. Links unten wohnte Oma Heidi, eine alleinstehende alte Dame, die für uns Kinder immer Kekse in ihrer Gebäckdose hatte. In der Wohnung darüber lebte Herr Ruttlof. Der war Gemüsehändler und putzte jeden Sonntagvormittag seinen eigentümlichen dreirädrigen Lieferwagen. Im Erdgeschoss rechts befand sich unsere Wohnung, drei Zimmer für meine Eltern, meine Geschwister und mich. Rechts oben wohnten Wagners. Wagners Tochter Evelyn war ein paar Jahre älter als wir und wollte mit uns Schule spielen, wobei wir meist alles falsch machten. Jetzt ist das Haus leer.

 

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Wild stehen die Gräser und ein paar einzelne Blumen im Vorgarten. Mit gespannter Erwartung gehe ich in den Hof und öffne den Schuppen. Aus der Perspektive eines Erwachsenen sieht der Schuppen anders aus. Jemand hat sich offenbar die Zeit genommen und aufgeräumt. Der alte Pferdewagen ist verschwunden und der Weg zum anderen Ende des Schuppens ist frei. Ich hocke mich nieder und halte aus der Augenhöhe eines Drei- bis Vierjährigen Ausschau nach meinem Weihnachtsmann. Und tatsächlich, dort sitzt er. Darf ich ihn heute stören? Leichter Zweifel ist in mir, ob ich das Geheimnis lüften soll oder doch besser gehe? Da mein Besuch wahrscheinlich die letzte Gelegenheit ist, die Existenz des Weihnachtsmannes zu klären, stehe ich auf und gehe die Schritte an das andere Ende des Schuppens. So stehe ich dort neben meinem Weihnachtsmann. Ein rotes Fass auf dem eine kleine weiße Kiste vor einer größeren gelblichen Kiste steht. Auf der größeren Kiste liegt noch ein rotes Stück Tuch. Ist es gut, dass wir Erwachsenen immer allen Dingen auf den Grund gehen wollen? Ich weiß es nicht. Ich stehe neben diesen Dingen, die meinen Weihnachtsmann bildeten, der mich all die Jahre in meiner Phantasie begleitete. Irgendwie fühle ich mich unsicher und enttäuscht. Ich wende mich um und gehe zurück zur Tür. In der Tür schaue ich noch einmal nach hinten und da! Auf einmal ist mir, als würde mir mein Weihnachtsmann zuzwinkern. Es gibt ihn doch!

Adventskalender sind heute aus der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Dabei gibt es den Adventskalender noch gar nicht so lange. Die ersten gedruckten Adventskalender, so wie wir sie heute kennen, gibt es erst seit der Wende vom 19. zum 20.Jahrhundert. Vorher wurde die Vorweihnachtszeit in unterschiedlicher Form unterteilt. Meist wurde jeden Tag ein neues Bild mit religiösen Motiven aufgehangen, das 24.Bild dann am Weihnachtstag. In ärmeren Familien wurde von 24 Kreidenstrichen jeden Tag ein Strich weggewischt und zeigte so die kleiner werdende Zahl der Tage bis zum Weihnachtsabend an. Zu Anfang des 20.Jahrhunderts erschienen die ersten gedruckten Adventskalender in München. Diese bestanden aus einem einfachen bedruckten Karton ohne Türchen. Für jeden Tag bis Weihnachten konnte man ein ausgeschnittenes Bild auf diesem Karton aufkleben.

Heute gibt es eine unüberschaubare Menge verschiedener Adventskalender. Einfache, die hinter jeder Tür ein Bildchen enthalten, Adventskalender die mit Schokolade gefüllt sind bis zu Adventskalendern, die technisches Spielzeug enthalten. Besonders schön sind auch die selbstgebastelten Adventskalender. Für jeden Geschmack ist gesorgt, gemeinsam ist allen Kalendern, dass sie uns die lange Zeit zwischen dem 1. Dezember und dem Weihnachtstag verkürzen und uns auf das Weihnachtsfest einstimmen.