Der Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum

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Der erste Weihnachtsbaum soll im Jahre 1605 in Straßbourg gestanden haben. Natürlich gibt es keine Abbildungen aus dieser Zeit und können wir unbs nur vorstellen, wie die ersten Weihnachtsbäume aussahen. Überliefert ist, dass der Baum mit Papierrosen und Apfeln, Zuckerwerk und Knistergold geschmückt war. Das Zuckerwerk waren selbstgemachte Kringel und Oblaten. Aus mit Eierteig buk man in kleinen Formen allerlei reliefartige Gebilde, die meist einen religiösen Hintergrund hatten. Das Knistergold bestand aus dünnem, polierten Messingblech, dem Vorläufer des heutigen Lamettas. Aus farbigem Papier schnitt man Papierrosen, die dann zwischen die Zweige gesteckt wurden. Auf die Kerzenzier musste dieser Baum aber noch verzichten, der Brauch kam erst später auf und stammt wahrscheinlich aus dem Erzgebirge, wo durch geschnitzte Leuchter und Lichterkronen mit Kerzenglanz die Stuben zur Weihnachtszeit erleuchtet wurden. Was aber war der Grund, zur Weihnachtszeit einen Baum in die Stube zu holen?
Grün bedeutet Leben und Glück. Ursprünglich gab es zum römischen Neujahrsfest mit Lorbeer- und Ölzweigen geschmückte und allen möglichen Leckereien beladene Tische. Diese sollten die Fülle des neuen Jahres bedeuten. In der Neuzeit übertrugen sich viele Traditionen vom Neujahrstag auf den 24. / 25. Dezember. Man erzählte, dass in der Weihnachtsnacht die Bäume im Wlade grünten, blühten und Früchte trugen. So stellte man Barbarazweige ins Zimmer, damit sie zu Weihnachten blühen. Vom Blühen dieser Zweige wurde auf das Glück des kommenden Jahres geschlossen. Es gab auch Gestelle, die grün geschmückt und mit glitzernden Material versehen waren die Stuben zierten und man hing Zweige in die Zimmerecken, um die dort wohnenden bösen Geister zu vertreiben. Und als dann so eine Tradition mit der anderen verschmolz kam man eines Tages auf die Idee, einen Weihnachtsbaum aufzustellen.