Nikolaus bei den Kindern

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(Mit den Eltern in der Kirche)

Text: Hans Hofmann, Weiden Oberpfalz

Zuerst ein herzliches Grüß Gott gleich zu Beginn!
Liebe Eltern, liebe Kinder glaubt mir, daß ich gern zu euch gekommen bin.
Wie der heilige Bischof vor vielen 100 Jahren in Myra zu den Kindern kam
so komme ich zu euch, ja man sieht es euch an,
daß ihr voller Erwartung seid,
jetzt im Advent in der vorweihnachtlichen Zeit.
So sind wir jetzt hier im Gotteshaus,
wo ihr bestimmt mit euren Eltern geht oft ein und aus.
Zu beten. Oder zu Weihnachten, um an der Krippe zu stehen,
ich bitte euch immer wieder hereinzugehen.
Beten, liebe Kinder, daß ihr gesund bleibt,
daß der Kindergarten oder die Schule macht euch viel Freud.
Daß ihr immer genug zu essen habt,
glaubt mir, in manchen Ländern müssen Kinder hungern, ist das Essen knapp.
Jetzt in dieser Zeit sind wir doch besonders aufgerufen,
und der Heilige würde uns auch jetzt wieder zurufen:
„Vergeßt mir die Hungernden in der Welt nicht!” und betet zu Gott.
Auch in seinem Land herrschte damals große Not.
Und der Bischof forderte die Menschen auf zu beten.
Liebe Kinder, das gilt auch für heute noch, für einen jeden.

Daß ihr euch auch daheim einmal zusammenfindet,
wenn der Adventskranz ist entzündet
und betet für die Kinder in der Welt.
Glaubt mir liebe Eltern, wie dies den Kleinen dabei gefällt,
wenn ihr dazu die Lieder eurer Kinder singt, so froh und gern
vom Kommen unseres Gott und Herrn.
Beten ist auch heute noch der große Schlager, glaubt es mir,
dazu gehören auch die Kindergottesdienste hier.
Oder geht es uns schon zu gut und haben wir das Beten nicht mehr nötig,
oder, liebe Eltern, sind wir viel zu bequem, nur zu lässig,
wenn uns am Sonntag die Kirchenglocken wecken, und wir uns im Bett lieber nochmal ausstrecken?

Ach, laßt den Pfarrer sein, der hält die Messe so oder so:
Sagt, macht euch das wirklich so froh?
Wichtig ist, daß wir die Kleinen in den Kindergarten bringen können.
Ja, ja, das ist schon gut,
wehe, wenn wir dort keinen Platz bekämen.
Darum liebe Eltern rufe ich euch zu, wie der Heilige vor vielen Jahren:
Vergeßt das Beten nicht,
wie wichtig es ist, werdet ihr, wenn die Kinder größer sind, erfahren.

Liebe Kinder, der Bischof versuchte zu helfen den andern
als er tat damals auf Erden wandern.
Er versuchte nach den Mitmenschen zu sehen,
für die andern da zu sein, ihnen beizustehen.
Bemühen wir uns also jetzt im Advent in dieser Zeit,
dem Freund mal zu helfen, denn das Christkind ist nicht mehr weit.
Vielleicht nicht zu streiten, sei es in der Schule oder im Kindergarten;
sondern gegenseitig Rücksicht nehmen und nicht zu warten
bis der andere auf uns zugeht.
Da kann es vielleicht sein schon zu spät,
und ein alter Freund hat uns bereits den Rücken zugekehrt.
Und du bist traurig, weinst, für dich das Schlimmste auf der Welt,
weil deine Freundschaft zerfällt.
Ja liebe Kinder , liebe Eltern, gehen wir aufeinander zu,
und ich laß euch keine Ruh,
euch zu bitten, daß ihr einem Menschen eine Freude bereitet,
oder einem helft, auch wenn er euch schon hat Probleme bereitet.
Einmal über den eigenen Schatten springen,
das wär doch bestes Selbstüberwinden.
Wie der Heilige damals die Seeleute aufforderte, nachzugeben,
Getreide dem Bischof überließen, getragen von Gottes Segen.

Vergeßt nicht liebe Eltern, daß euere Kinder viel, viel Zeit beanspruchen,
daß sie sehr viel innerliche Wärme bei euch suchen,
daß ihr, liebe Eltern, den Fernseher wieder ersetzt,
daß ihr euch Zeit nehmt, euch zusammensetzt,
zum Plaudern und zum Spiel.
Die Kinder brauchen dich liebe Mami und dich lieber Papi, und ich will
euch das nur sagen, weil ich es aus Erfahrung weiß,
denn ich bin schon viele Jahre auf der Reis,
wenn ich geh von Haus zu Haus jetzt im Advent,
wenn ich mich zu den Familien wend‘

Ja, ihr Lieben, wie alle damals in Myra geborgen waren,
so strömt auch aus diesem Gotteshaus
Geborgenheit, in all den Jahren.
Ihr habt einen Priester,
der immer offen mit Wort und Tat auf euch zugeht,
der mit Leib und Seele
an euch und euren Kindern hängt,
der immer ein offenes Ohr
für die Schule, den Kindergarten hat,
der immer versucht
dem Heiligen von Myra zu folgen,Tag für Tag.

Schätzen wir ihn
als Mensch, schätzen wir ihn als Priester fürwahr,
hoffen wir, daß viele Eltern,
viele Kinder auf sein Getreideschiff, die Kirche, aufspringen übers Jahr.
Die Zeit ist günstig im Advent, der sich ja Gottes Ankunft nennt.
Liebe Kinder ich ruf euch zu,
seid brav und fleißig, folgt eueren Eltern, ganz ohne Frag‘,
euch Eltern ruf ich zu,
nehmt euch für eure Kinder Zeit am Abend, bei Nacht und am Tag.
So wünsche ich euch
noch ein paar besinnliche Stunden im Advent,
bis vor Heilig Abend am Kranz die vierte Kerze brennt

Dann falten wir die Hände, weil in der dunklen Nacht
ein Licht wird angefacht. Ein Licht, so hell und klar.
Daß sich das Dunkel wende, wird in der Winternacht
ein Kindlein dargebracht. Ein Kindlein wunderbar.

Nun hat die Not ein Ende. Schon leuchtet nicht mehr fern
der helle Weihnachtsstem. Grüß ihn, du Kinderschar.

Komm, Herr, wir brauchen dich auf der dunklen Erde,
daß die Welt von deinem Licht immer heller werde.
Wir brauchen dein Licht für unsere Augen,
damit wir sehen, wo wir den andern helfen können.

Komm, Herr, wir brauchen dich auf der dunklen Erde,

daß die Welt von deinem Licht immer heller werde.
Wir brauchen dein Licht für unser Herz,
damit wir gut sein können.

Komm, Herr, wir brauchen dich auf der dunklen Erde,
daß die Welt von deinem Licht immer heller werde.
Wir brauchen dein Licht für unser ganzes Leben,
damit wir den Weg zum Vater finden.

Komm, Herr, wir brauchen dich auf der dunklen Erde,
daß die Welt von deinem Licht immer heller werde.

Und dieses Licht wünsche ich euch zum Weihnachtsfest
und für das nächste Jahr liebe Eltern, liebe Kinder, ja, das Allerbest.
Liebe Kinder grüßt mir alle zu Haus, für dieses Jahr, euer Bischof Nikolaus!